Die Straße von Hormus bleibt eine Quelle der Unsicherheit für die internationale Schifffahrt. Nach Angaben des iranischen Außenministeriums wird Iran keine Maut mehr für Schiffe erheben, die die Meerenge passieren wollen, will aber neue maritime Servicegebühren einführen.
Diese Servicegebühren sollen laut Iran für Navigationsdienste, Umweltschutzmaßnahmen und andere notwendige Dienstleistungen bestimmt sein. Damit entsteht dennoch ein neuer Kostenposten für Reedereien und Logistikunternehmen, die auf eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus angewiesen sind.
Die Ankündigung folgt auf den sogenannten Peace Deal zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Nach Angaben von US-Präsident Trump kann die Straße von Hormus ab Freitag wieder ohne Einschränkungen von der Schifffahrt genutzt werden. Dabei betonte er, dass es keine Maut geben werde.
Iran wählt nun jedoch eine andere Formulierung. Keine Maut, sondern Servicegebühren. Für die Schifffahrtsbranche mag das auf dem Papier ein Unterschied sein, in der Praxis kann es dennoch zu höheren Kosten für Reedereien, Verlader und letztlich die gesamte Logistikkette führen.
Während des Krieges soll Iran Berichten zufolge eine Maut von 2 Millionen Dollar pro Schiff eingeführt haben. Gleichzeitig gab es Blockaden und widersprüchliche Erklärungen aus Teheran und Washington. Ob Iran tatsächlich Mauteinnahmen erzielt hat, ist unbekannt.
Unklar ist auch, ob die Vereinigten Staaten die neuen Servicegebühren akzeptieren werden. Welche Beträge Iran im Sinn hat, ist noch nicht bekannt. Ebenso offen ist, ob die Gebühren sofort gelten oder erst nach der sechzigtägigen Phase, in der die Waffen ruhen sollen.
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Selbst wenn die Straße von Hormus formal wieder geöffnet ist, bedeutet das nicht, dass der Schiffsverkehr sofort normal funktioniert. Möglicherweise müssen noch Kontrollen auf Minen und unsichere Situationen durchgeführt werden. Auch ist unklar, welche Länder möglicherweise Marineschiffe einsetzen, um die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs zu begleiten.
Analysten erwarten, dass es noch zwei bis drei Monate dauern kann, bis die Schifffahrt von und zum Persischen Golf wieder vollständig normal läuft. Schiffe, die monatelang aufgehalten wurden, müssen noch ihre Ziele erreichen. Auch leere Container und gelagerte Ladungen müssen wieder in die richtigen Logistikströme gebracht werden.
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