Pakete aus China haben sich durch eine Gebühr von 3 Euro fast halbiert
Die Zahl der Einzelpakete, die aus China in die Niederlande gelangen, ist um 46 Prozent zurückgegangen, seit am 1. Juli eine Einfuhrabgabe von 3 Euro auf Sendungen von außerhalb der EU mit einem Wert von bis zu 150 Euro eingeführt wurde. Dies geht aus neuen Zahlen des Zolls hervor, die Staatssekretär Eelco Eerenberg (Finanzen) während einer Parlamentsdebatte bekanntgab, wie Nieuwsblad Transport und die NOS berichten. Laut Zoll stellen Online-Shops nun auf Masseneinfuhren über Lagerhäuser innerhalb der EU um.
Nach Angaben der Zollbehörde lag die Zahl der kleinen Pakete aus Ländern außerhalb der EU im Juli und August um 46 Prozent unter dem Durchschnitt der vorangegangenen sechs Monate. Die Abgabe brachte laut „Nieuwsblad Transport“ allein im Juli 134 Millionen Euro an Zöllen ein, wovon etwa ein Viertel der niederländischen Staatskasse zugutekam. Die NOS berichtet in diesem Zusammenhang, dass die Maßnahme dem Staat innerhalb eines Monats rund 35 Millionen Euro zusätzlich einbrachte.
Was hat sich zum 1. Juli geändert?
Bis zum 1. Juli galt eine Befreiung von Einfuhrzöllen für Kleinsendungen aus Ländern außerhalb der EU mit einem Wert von 150 Euro oder weniger. Diese Befreiung ist EU-weit weggefallen: Auf solche Bestellungen müssen nun 3 Euro Einfuhrzölle entrichtet werden, entweder vom Verbraucher, vom Importeur oder vom Exporteur. Für größere Sendungen galten bereits seit längerem Einfuhrzölle.
Das Ziel der Maßnahme war zweierlei: gleiche Wettbewerbsbedingungen für europäische Unternehmen und eine bessere Überwachung der Produktsicherheit, insbesondere bei Produkten aus China.
Von Einzelpaketen zum Masseneinfuhr
Der Rückgang ist nach Angaben des Zolls vermutlich darauf zurückzuführen, dass Online-Shops ihre Arbeitsweise anpassen. Immer mehr Unternehmen scheinen sich für den Masseneinfuhr von Produkten aus China zu entscheiden. Sie lagern diese Waren in Lagern innerhalb der EU und versenden sie von dort aus an den Verbraucher.
„Es sieht so aus, als würden Online-Shops von außerhalb der Europäischen Union verstärkt auf Lagerhäuser zurückgreifen. Diese befinden sich in Europa, und von dort aus geht ein Paket an den Verbraucher“, erklärt Nanette van Schelven, Generaldirektorin der niederländischen Zollbehörde, gegenüber dem NOS. Derselbe Trend ist ihrer Meinung nach auch in Nachbarländern wie Frankreich und Belgien zu beobachten.
Zoll: Überwachung wird besser durchführbar
Der Zoll begrüßt diese Entwicklung. Die Behörde musste nach eigenen Angaben „einen endlosen Strom“ kleiner Pakete bearbeiten, so Staatssekretär Eerenberg im „Nieuwsblad Transport“. Gebündelte Einfuhren erleichtern die Überprüfung, ob der Inhalt einer Sendung mit dem Etikett übereinstimmt und ob die Produkte den Sicherheitsanforderungen entsprechen.
„Die Zahlen deuten zunächst darauf hin, dass weniger einzelne Päckchen direkt an den Verbraucher gehen, wodurch wir besser kontrollieren können, ob die Produkte sicher sind“, sagt Van Schelven gegenüber der NOS. Ein Container mit identischen Produkten lässt sich nun einmal leichter prüfen als Tausende einzelner Päckchen mit demselben Inhalt.
Im November folgt eine zweite Abgabe
Die Entwicklung ist vermutlich noch nicht abgeschlossen. Laut „Nieuwsblad Transport“ wird voraussichtlich im November eine zweite europäische Abgabe eingeführt: die sogenannte Bearbeitungsgebühr, die ebenfalls für Sendungen bis zu 150 Euro gelten wird. Die Höhe dieser Gebühr ist noch nicht bekannt. Der Zoll will die Einnahmen für eine verstärkte Kontrolle eingehender Pakete verwenden.
Dadurch wird sich der Kostenunterschied zwischen Einzelpaketen und gebündelten Einfuhren voraussichtlich vergrößern. Das ist eine Einschätzung, keine feststehende Tatsache, aber die Richtung der europäischen Politik ist klar: Einzelne E-Commerce-Sendungen von außerhalb der EU werden stärker besteuert und strenger kontrolliert.
Auswirkungen für Importeure und Exporteure
Für diejenigen, die regelmäßig Produkte aus China verkaufen, bestätigen diese Zahlen einen Trend, den TOP bereits seit längerem bei seinen Kunden beobachtet: Gebündelte Importe per Seecontainer sind pro Produkt fast immer günstiger als einzelne Pakete per Luftfracht. Zudem ist Seefracht pro versendeter Einheit deutlich umweltfreundlicher als Luftfracht – ein Unterschied, der für Unternehmen von Bedeutung ist, die ihre CO₂-Emissionen in der Lieferkette steuern wollen.
Wer von Dropshipping oder Einzelversendungen auf Masseneinfuhren umsteigt, muss sich allerdings mit einer formellen Einfuhranmeldung auseinandersetzen: Dazu gehören korrekte Warencodes, Einfuhrzölle und die Abwicklung der Mehrwertsteuer. Ein erfahrener Partner in Zollangelegenheiten sorgt dafür, dass die Einsparungen bei den Transportkosten nicht durch Verzögerungen oder nachträgliche Korrekturen zunichte gemacht werden. Wenn Sie wissen möchten, was gebündelte Einfuhren für Ihren Warenfluss bedeuten, fordern Sie unverbindlich ein Angebot an.
…die Gebühr von 3 Euro laut „Nieuwsblad Transport“ allein im Juli 134 Millionen Euro an Zöllen einbrachte? Etwa ein Viertel davon floss in die niederländische Staatskasse; der Rest geht an die EU.
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