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Post by May 9, 2026 6:30:00 AM · 1 min read

AF-KLM befürchtet zusätzliche Treibstoffkosten in Milliardenhöhe

AF-KLM rechnet damit, dass die Treibstoffkosten in diesem Jahr aufgrund des Krieges im Nahen Osten und der Störungen auf dem Energiemarkt erheblich steigen werden. Nach Angaben der Airline-Gruppe könnten die gesamten Treibstoffkosten bis 2026 9,3 Milliarden Dollar erreichen.

Obwohl die Finanzergebnisse des ersten Quartals relativ stabil blieben, warnt die Airline Group, dass die wirklichen Auswirkungen des teuren Paraffins erst noch kommen werden. Vor allem in den kommenden Monaten rechnet AF-KLM mit einem massiven Anstieg der Kosten.

AF-KLM sieht stark steigende Paraffinpreise

Die steigenden Energiepreise wirken sich mit Verzögerung auf die Luftfahrtindustrie aus. So spürte AF-KLM im ersten Quartal noch in begrenztem Umfang die Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormuz und der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten.

Für April, Mai und Juni rechnet die Gruppe jedoch bereits mit zusätzlichen Ausgaben von 1,1 Milliarden Dollar für Paraffin. Dies zeigt, wie empfindlich die Fluggesellschaften auf Störungen der weltweiten Energieversorgung reagieren.

AF-KLM hat einen Teil des Risikos durch Hedge-Verträge abgesichert. Dadurch sind etwa zwei Drittel des Treibstoffverbrauchs vor extremen Preissteigerungen geschützt. Dennoch sind die zusätzlichen Kosten nach wie vor enorm.

Wussten Sie dass...

...Fluggesellschaften Hedge-Verträge nutzen, um sich teilweise vor extremen Treibstoffpreissteigerungen zu schützen?

AF-KLM macht Einsparungen

Um die steigenden Kosten zu bewältigen, hat AF-KLM mehrere Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen. Dazu gehören ein Einstellungsstopp sowie Einsparungen bei Geschäftsreisen und externen Beratern.

Damit versucht die Airline-Gruppe, den finanziellen Schaden so weit wie möglich zu begrenzen. Trotz des drohenden Kostenanstiegs ist es der Gruppe gelungen, ihr Betriebsergebnis im ersten Quartal zu verbessern.

Der Betriebsverlust belief sich auf 27 Millionen Euro und war damit deutlich besser als der Verlust von 328 Millionen Euro vor einem Jahr. Dies zeigt, dass die Nachfrage nach Flugreisen vorerst stark bleibt.

AF-KLM und Logistik unter Druck

Steigende Treibstoffpreise wirken sich nicht nur auf Passagierflüge, sondern auch auf die Luftfracht aus. Höhere Paraffinkosten führen letztlich zu höheren Raten und Zuschlägen in der Logistikkette.

Für Spediteure, Verlader und Luftfrachtunternehmen bedeutet dies, dass die Transportkosten weiter steigen könnten, wenn die Situation im Nahen Osten anhält.

Lesen Sie mehr über internationale Lufttransportlösungen auf der Seite Luftfracht.

Die kommenden Quartale werden für AF-KLM entscheidend sein. Wenn die Energiepreise hoch bleiben, könnte der Druck auf die Luftfahrtindustrie weiter zunehmen.