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Post by Jun 2, 2026 5:59:59 AM · 2 min read

Containerschifffahrts-unternehmen treiben Frachtraten erneut in Höhe

Die Containerschifffahrtsunternehmen drängen erneut mit Nachdruck auf höhere Seefrachtraten. Marktführer MSC beabsichtigt, die Containerraten zwischen Asien und Nordeuropa ab dem 15. Juni deutlich anzuheben, und strebt sogar eine mehr als doppelte Erhöhung der aktuellen Spotpreise an. Andere Containerschifffahrtsunternehmen wie Maersk, CMA CGM und Hapag-Lloyd bereiten ebenfalls neue Ratenerhöhungen und Hochsaisonzuschläge vor.

Laut einer neuen Ankündigung von MSC soll ein 40-Fuß-Container auf der Route Asien–Nordeuropa ab Mitte Juni 6.000 US-Dollar kosten. Dies liegt deutlich über dem aktuellen Spotpreis von durchschnittlich 2.861 US-Dollar pro Container auf der Strecke Shanghai–Rotterdam, gemessen am Drewry World Container Index.

Containerschifffahrtsunternehmen rechnen mit einer frühen Hochsaison

Analysten stellen fest, dass die traditionelle Hochsaison in der Containerschifffahrt auch in diesem Jahr wieder früh beginnt. Die Spotraten stiegen letzte Woche um 15 Prozent und klettern weiter nach oben. Laut Drewry erwarten die Containerschifffahrtsunternehmen, dass die Nachfrage nach Kapazitäten in den kommenden Wochen weiter anziehen wird.

Nicht nur MSC erhöht seine Raten. Auch Maersk hat neue Raten für Mitte Juni angekündigt, während CMA CGM ab dem 1. Juni 4.700 US-Dollar pro 40-Fuß-Container zwischen Asien und Nordeuropa anstrebt. Hapag-Lloyd erhebt zudem einen Hochsaison-Zuschlag von 1.000 US-Dollar pro Container.

Für Fracht mit Ziel im Mittelmeerraum steigen die Raten sogar noch weiter. Auf der Strecke Shanghai–Genua liegt die durchschnittliche Containerrate nun über 4.200 US-Dollar, und mehrere Reedereien beabsichtigen, ab Mitte Juni bis zu 6.500 US-Dollar für Ziele im westlichen Mittelmeerraum zu berechnen.

Containerschifffahrtslinien profitieren von längeren Routen

Die Preiserhöhungen sind zum Teil auf die Situation rund um den Suezkanal und das Rote Meer zurückzuführen. Viele Schiffe fahren weiterhin über das Kap der Guten Hoffnung, was zu längeren Fahrzeiten und einem höheren Kapazitätsbedarf führt. Zudem steigen die Energiekosten, und ab dem 1. Juli gelten höhere Bunkerzuschläge.

Verlader versuchen daher, Importe vor Inkrafttreten der neuen Zuschläge vorzuziehen. Dies übt zusätzlichen Druck auf die verfügbaren Kapazitäten aus. Weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im internationalen Containertransport finden Sie auf der Seite über Seefracht und Importen.

Containerschifffahrtsunternehmen steuern aktiv ihre Kapazitäten

Gleichzeitig versuchen die Containerschifffahrtsunternehmen aktiv, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu beeinflussen. Eine Möglichkeit hierfür sind „Blank Sailings“, bei denen Fahrten oder Hafenaufenthalte gestrichen werden. Auf diese Weise reduzieren die Reedereien künstlich die verfügbare Kapazität, trotz der großen Zahl an Neubauten, die in den letzten Jahren in Dienst gestellt wurden.

Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die neue „CMA CGM Notre Dame“. Dieses neue Containerschiff mit einer Kapazität von 24.212 TEU ist derzeit auf dem Weg von China nach Europa. Das Schiff wird mit LNG betrieben und gilt derzeit als das weltweit größte Containerschiff, das für den Antrieb mit LNG geeignet ist.

Die „CMA CGM Notre Dame“ wird auf der French Asia Line 3 zwischen Asien und Europa eingesetzt und läuft Häfen wie Rotterdam, Hamburg und Le Havre an. Laut Schifffahrtsanalysten wird das Schiff auf dieser Jungfernfahrt ausnahmsweise durch den Suezkanal fahren, während die Route normalerweise weiterhin um das Kap der Guten Hoffnung herumführt.

Wussten Sie schon, dass…

…Leerfahrten von Containerschifffahrtsunternehmen bewusst eingesetzt werden, um die Kapazität zu begrenzen und damit höhere Frachtraten zu erzielen?

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