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Post by Sep 10, 2026, 12:17:19 PM · 3 min read

Containervolumen bricht Rekord: 17,3 Millionen TEU im Juli

Der weltweite Containerumschlag hat im Juli 2026 einen absoluten Monatsrekord erreicht. Nach revidierten Zahlen der Reedereien, die von Container Trade Statistics (CTS) erhoben und über FreightWaves veröffentlicht wurden, belief sich das weltweite Volumen auf 17,3 Millionen TEU. Das sind etwa 4,5 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres – und das, obwohl der Welthandel mit operativen Einschränkungen und Störungen durch den Krieg rund um den Iran zu kämpfen hat.

Der neue Rekord liegt rund 25.000 TEU über dem bisherigen Höchststand, der im Mai 2026 aufgestellt wurde. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 liegen die weltweiten Volumina um 5,1 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. CTS spricht von Volumina auf einem beispiellosen Niveau, trotz der globalen Herausforderungen.

Preisindex steigt parallel zu den Transportmengen

Auffällig ist, dass die Frachtraten parallel zu den Volumina steigen. Der CTS Global Price Index stieg im Juli auf 115 Punkte, 7 Punkte mehr als im Vormonat und 47 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Im Vergleich zum Juli 2025 liegt der Index um 37 Prozent höher. Der steile Anstieg begann im Februar 2026, zeitgleich mit dem Ausbruch der Krise im Persischen Golf.

Das letzte Mal, dass der Index ähnliche Werte erreichte, war im August 2024. Dies unterstreicht laut den Zahlen, wie Marktstörungen die Frachtraten in die Höhe treiben, während die Transportmengen gleichzeitig robust bleiben. Reedereien befördern also mehr denn je, und zwar zu Raten, die innerhalb kurzer Zeit stark angestiegen sind.

Afrika wächst am stärksten

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 verzeichneten alle großen Regionen ein Importwachstum, mit einer Ausnahme: dem indischen Subkontinent und dem Nahen Osten, wo die Importe um 4,2 Prozent zurückgingen – eine direkte Folge der regionalen Unruhen. Subsahara-Afrika verzeichnete mit 14 Prozent das prozentual stärkste Wachstum, was unter anderem auf Fracht aus Asien zurückzuführen war, die im Vergleich zu 2025 fast 700.000 zusätzliche TEU ausmachte. Auch die Importe aus Nordamerika nach Subsahara-Afrika stiegen um fast 15 Prozent. Afrika spielt damit eine wachsende Rolle in den globalen Containerströmen.

Europa importiert deutlich mehr aus dem Fernen Osten

Die europäischen Importe lagen bis einschließlich Juli um 6,1 Prozent höher als im Vorjahr. Fracht aus dem Fernen Osten trug dazu mit rund 1,5 Millionen zusätzlichen TEU bei. Als mögliche Erklärung nennt FreightWaves die wachsende europäische Nachfrage nach in China gebauten Autos, wobei ein Teil dieser Sendungen aufgrund von Kapazitäts- und Kostendruck bei den traditionellen Autotransportschiffen auf Container verlagert wird.

Export bestätigt die Schlüsselrolle Asiens

Auf der Exportseite verzeichneten der indische Subkontinent und der Nahe Osten mit 8,5 Prozent den stärksten Rückgang. Die europäischen Exporte schrumpften leicht um 0,7 Prozent; die Ausfuhren aus Europa in den indischen Subkontinent und den Nahen Osten gingen sogar um gut 10 Prozent zurück. Damit vergrößert sich die Kluft zwischen den starken europäischen Importen und den schwächeren Exporten. Asien verzeichnete das stärkste Exportwachstum: fast 9 Prozent, was fast 6 Millionen zusätzlichen TEU entspricht, mit Zuwächsen in alle Zielregionen und besonders starken Beiträgen in Richtung Europa und Subsahara-Afrika.

Auswirkungen für Importeure und Exporteure

Rekordvolumina klingen nach guten Nachrichten, doch für Reedereien bedeuten sie ein komplexes Puzzle: mehr Fracht als je zuvor muss durch ein Netzwerk geleitet werden, das gleichzeitig mit Umwegen, Störungen und sich verlagernden Handelsströmen zu kämpfen hat. Dieser Druck wirkt sich letztendlich bis zum Empfänger der Fracht aus. Vollere Schiffe und knappere Kapazitäten erhöhen das Risiko von Verzögerungen und verschobenen Sendungen, während der gestiegene Preisindex zeigt, dass auch die Frachtraten steigen. Für Importeure lohnt es sich daher, weit im Voraus zu buchen und rechtzeitig Frachtraten anzufragen.

Berücksichtigen Sie außerdem die Überlastung in der Lieferkette nach dem Schiff: Rekordvolumina auf See führen zu Spitzenauslastungen beim Containerumschlag in den Häfen. Möchten Sie wissen, was die sich verschiebenden Handelsströme – von Afrika bis zum Fernen Osten – für Ihre eigenen Routen und Ihre Planung bedeuten? Dann fragen Sie nach einer maßgeschneiderten Beratung.

Wusstest du, dass…

TEU für „Twenty-Foot Equivalent Unit“ steht, die Standardgröße eines 20-Fuß-Containers? Der Juli-Rekord von 17,3 Millionen TEU bedeutet also, dass weltweit in einem Monat das Äquivalent von über 17 Millionen 20-Fuß-Containern verschifft wurde.

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