Die Spott-Tarife auf der Strecke Asien–Europa steigen erneut stark an
Die Spotraten auf der Route Asien–Europa steigen erneut stark an
Die Spotraten in der Containerschifffahrt auf der Route Asien–Europa sind erneut stark gestiegen. Laut dem World Container Index von Drewry verteuerte sich der Transport eines 40-Fuß-Containers von Shanghai nach Rotterdam in dieser Woche um 15 Prozent.
Der Durchschnittspreis lag damit bei 4.342 Dollar pro Container. Der Anstieg passt zu einem Markt, in dem die Hochsaison bereits seit einem Monat andauert. Verlader haben ihre Importe aus Asien in diesem Jahr besonders früh verschiffen lassen, unter anderem aufgrund höherer Treibstoffzuschläge, die ab dem 1. Juli gelten.
Spotraten steigen aufgrund knapper Kapazitäten
Laut Drewry benötigen die Containerreedereien diese Woche erneut die gesamte verfügbare Schiffskapazität, um das Transportvolumen bewältigen zu können. Verlader wollen sich Platz an Bord sichern und akzeptieren daher höhere Tarife und Zuschläge.
Auch nach dem 1. Juli scheint sich der Markt nicht zu beruhigen. MSC hat bereits eine weitere Tariferhöhung für die erste Julihälfte angekündigt. Die Reederei will dann auf der Asien-Europa-Route 7.500 Dollar pro 40-Fuß-Container berechnen.
Spotraten geraten durch Zuschläge zusätzlich unter Druck
Auch die Hochsaison-Zuschläge steigen weiter an. Maersk erhöht ab dem 7. Juli seinen Peak Season Surcharge auf der Asien-Europa-Route auf 1.500 Dollar pro 40-Fuß-Container. Drewry geht davon aus, dass die Spotraten in den kommenden Wochen weiter steigen werden.
Das Preisniveau liegt mittlerweile 37 Prozent über dem des Vorjahres. Vor zwei Jahren stiegen die Tarife während der Krise am Roten Meer sogar auf über 8.000 Dollar pro Container. Laut Xeneta-Analyst Peter Sand könnten die aktuellen Tarife erneut nahe an diesen Höchststand heranreichen.
Weitere Informationen zu internationalen Containerströmen finden Sie auf den Seiten zu Seefracht, Containerabfertigung und Seefrachtraten.
Spott-Tarife belasten die Beziehungen zu den Verladern
Sand warnt, dass Reedereien darauf achten müssen, die Verlader nicht zu sehr mit höheren Frachtraten und schlechterem Service zu belasten. Es kommt zu Verzögerungen, und selbst Verlader mit langfristigen Verträgen können die Nachricht erhalten, dass ihre Fracht nicht befördert werden kann, da die Schiffe bereits ausgebucht sind.
Laut Sand können Reedereien dadurch ihre Kundenbeziehungen schädigen. Wenn die Preise später wieder sinken und Überkapazitäten zurückkehren, werden sich die Verlader daran erinnern, welche Reedereien sie während der Hochphase am schlechtesten behandelt haben.
…Spotraten aufgrund von Hochsaison, Treibstoffkosten, Umwegen und verfügbarer Schiffskapazität stark schwanken können? Dadurch können sich die Importkosten schnell ändern.
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