Suezkanaal- eerste Maersk-schip keert terug na oorlog
Post by Sep 16, 2026, 6:06:00 AM · 3 min read

Gemini kehrt mit vier zusätzlichen Asien-Europa-Verbindungen nach Suez zurück

Maersk und Hapag-Lloyd, die gemeinsam die Gemini Cooperation bilden, leiten vier zusätzliche Asien-Europa-Dienste wieder durch den Suezkanal. Die Reedereien gaben am 14. September bekannt, dass die Dienste AE5, AE11, AE12 und ME2 auf der westwärts führenden Hauptroute über den Suezkanal statt um das Kap der Guten Hoffnung herum fahren werden, wie das Fachmedium The Loadstar berichtet. Damit wird die Rückkehr zur kürzesten Route zwischen Asien und Europa beschleunigt.

Die vier Dienste gesellen sich zu den Diensten AE15 und AE19, zwei Asien-Mittelmeer-Diensten, die bereits über den Suezkanal fahren. In einer Kundenmitteilung bezeichnen die Reedereien die Route über den Suezkanal und das Rote Meer als die schnellste, nachhaltigste und effizienteste Art, Fracht zwischen Asien und Europa zu transportieren, was unmittelbar zu kürzeren Transitzeiten führt.

Es handelt sich um folgende Dienste

Die Routenänderung betrifft den Asien-Nordeuropa-Dienst AE5, die Asien-Mittelmeer-Dienste AE11 und AE12 sowie den Indien-Europa-Dienst ME2. Das erste Schiff, das auf der AE11 durch den Suezkanal fährt, ist die „Antonia Maersk“ mit einer Kapazität von 15.150 TEU, die am 19. September von Tanjung Pelepas ausläuft. Auf der AE5 folgt am 21. September die „Marchen Maersk“ mit einer Kapazität von 18.000 TEU. Für die ME2 macht die „Cornelia Maersk“ mit 8.650 TEU den Anfang; sie läuft am 24. September in Colombo aus.

Krise am Roten Meer zu 27 Prozent normalisiert

Die Ankündigung ist Teil einer breiteren Entwicklung. Nach neuen Zahlen von Sea-Intelligence Consulting, die kurz vor der Gemini-Meldung veröffentlicht wurden, verkehren mittlerweile 18 Prozent der gesamten westwärts gerichteten Asien-Europa-Kapazität wieder über das Rote Meer und den Suezkanal statt um das Kap herum. Auf der Rückfahrt nach Asien liegt dieser Anteil mit 38 Prozent deutlich höher: Reedereien wollen ihre Schiffe schnell zurück in die Exportmärkte bringen, die nach den jüngsten Taifunen mit starker Hafenüberlastung zu kämpfen haben.

Im Durchschnitt des Monats September hat sich die Krise im Roten Meer damit laut dem Analysten zu 27 Prozent normalisiert. Reedereien normalisieren also die Rückfahrt deutlich schneller als die Hauptfahrt, bei der der Wert der Ladung und das Risiko größer sind.

Vormarsch der Houthis als Unsicherheitsfaktor

Dennoch ist die Rückkehr keineswegs sicher. Der rasante militärische Vormarsch der Houthis im Jemen am vergangenen Wochenende könnte die Pläne für weitere Durchfahrten durch das Rote Meer und den Suezkanal noch durchkreuzen, warnt The Loadstar. Die Houthis haben erklärt, dass die internationale Schifffahrt das Rote Meer frei befahren darf, mit der einzigen Ausnahme saudischer Schiffe. Sea-Intelligence merkt dabei an, dass sich diese Situation von einem Tag auf den anderen ändern kann, sollte die Bewegung beschließen, die Angriffe auf Handelsschiffe wieder aufzunehmen.

Auch Maersk und Hapag-Lloyd halten sich bedeckt. Die Reedereien beobachten die Sicherheitslage im Nahen Osten weiterhin aufmerksam und erklären, dass weitere Anpassungen im Rahmen von „Gemini“ von anhaltender Stabilität im Gebiet des Roten Meeres abhängen. Die Sicherheit von Besatzung, Schiffen und Ladung hat dabei weiterhin höchste Priorität.

Auswirkungen für Importeure und Exporteure

Für Verlader auf der Asien-Europa-Route bedeutet dies konkret, dass sich Transitzeiten und Ankunftszeiten verschieben werden. Sendungen auf den Routen AE5, AE11, AE12 und ME2 werden bald um mehrere Tage schneller sein als über das Kap, doch gerade in der Übergangsphase können sich die voraussichtlichen Ankunftszeiten (ETAs) ändern und Schiffe gebündelt ankommen. Dies wirkt sich auf die Planung von Entladung, Containerabfertigung und Hinterlandtransport aus. Wer aus Asien importiert, tut gut daran, laufende Buchungen auf geänderte Fahrpläne zu überprüfen.

Über die TOP-Plattform können Sie Ankunftszeiten und Routenänderungen in Echtzeit verfolgen, sodass Sie sofort erkennen, wann eine Sendung früher oder später eintrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Reederei oder Route für Ihre Ladung am besten geeignet ist oder welche Auswirkungen die Änderungen auf Ihre Entscheidungen bezüglich Laderaum und Ausrüstung haben, fragen Sie nach einer maßgeschneiderten Beratung.

Wussten Sie schon, dass…

Reedereien die Rückfahrt nach Asien viel schneller wieder normalisieren als die Hinfahrt? Laut Sea-Intelligence fahren bereits 38 Prozent der Kapazität in Richtung Asien wieder über den Suezkanal, gegenüber 18 Prozent auf der westwärts führenden Hauptroute. Auf der Rückfahrt ist die Ladung leichter, und die Reedereien möchten ihre Schiffe so schnell wie möglich zurück in die asiatischen Exporthäfen bringen.

Verwandte Nachrichten