MSC-Tochter TiL baut zweites Containerterminal in Dünkirchen
TOP MAGAZINE · Seefracht
Der Hafen von Dünkirchen wird um ein zweites Containerterminal erweitert, das von der MSC-Tochtergesellschaft TiL entwickelt und betrieben werden soll. Das Projekt soll die Kapazität auf 2 Millionen TEU pro Jahr erhöhen und stärkt die Position von Dünkirchen als Logistikdrehscheibe in Nordwesteuropa.
MSC über TiL an der Spitze in Dünkirchen
Terminal Investment Limited (TiL), die Terminal-Sparte der Reederei MSC, wird das neue Containerterminal im Hafen von Dünkirchen entwickeln und betreiben. Die Hafenbehörde von Dünkirchen entschied sich nach einem Ausschreibungsverfahren für TiL als Partner. Das Projekt ist Teil des Erweiterungsprogramms „CAP 2020“, das den Hafen zu einem wichtigen Akteur auf dem nordeuropäischen Containermarkt machen soll.
Das neue Terminal wird neben dem bestehenden Flanders Terminal von CMA CGM (Terminal Link) entstehen. Mit dieser Erweiterung strebt Dünkirchen an, sein jährliches Umschlagvolumen von 850.000 TEU auf insgesamt 2 Millionen TEU zu steigern. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die wachsenden Containerströme aus der Region Hauts-de-France aufzufangen und die maritime Anbindung zu stärken.
Bau und Finanzierung im Detail
Der Hafen begann im Mai 2026 mit dem Bau eines 1.000 Meter langen Tiefwasserkais, ergänzt durch eine 170 Meter lange Verbindung mit einer Tiefe von 17,5 Metern. Die Fertigstellung des Terminals ist für Januar 2029 geplant. Mit dieser Infrastruktur können künftig zwei sehr große Containerschiffe gleichzeitig anlegen, was die Wettbewerbsfähigkeit von Dünkirchen erhöht.
Zur Finanzierung wurde eine Kombination aus französischen staatlichen Beihilfen, regionalen Mitteln und Darlehen eingesetzt. Im Jahr 2024 genehmigte die Europäische Kommission staatliche Beihilfen in Höhe von 127 Millionen Euro. Hinzu kommen 87 Millionen Euro aus dem Staats-Regional-Plan sowie ein langfristiges Darlehen in Höhe von 200 Millionen Euro von der Banque des Territoires.
Wachstum und strategische Bedeutung
Das jüngste Wachstum des Containerumschlags in Dünkirchen legte den Grundstein für diese Investition. Im Jahr 2025 stieg der Containerverkehr um 14 % auf 747.000 TEU und erreichte damit fast die maximale Kapazität des bestehenden Terminals. Vor allem der Hinterlandverkehr nahm stark zu und verzeichnete ein Wachstum von 20 % gegenüber dem Vorjahr.
Der Einstieg von MSC über TiL wird als Impuls für bessere Seeverbindungen und zusätzliche Umschlag- sowie Import-/Exportströme angesehen. Obwohl Details zur Konzession, zu geplanten Investitionen und Dienstleistungen noch nicht veröffentlicht wurden, erwartet der Hafen, dass die Erweiterung ein strukturelles Wachstum ermöglicht und die Marktposition von Dünkirchen stärkt.
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Planung
Verlader können in den kommenden Jahren ab 2029 mit zusätzlicher Kapazität in Dünkirchen rechnen. Bis dahin könnte das bestehende Terminal an seine Grenzen stoßen.
Kosten
Die größere Größe, die bessere maritime Erreichbarkeit und der Wettbewerb zwischen den Terminals können sich langfristig positiv auf die Tarife und die Flexibilität für Verlader auswirken.
Zu beachtender Punkt
Da Details zu Dienstleistungen, Investitionen und Kapazitäten des neuen Terminals noch fehlen, ist es weiterhin wichtig, aktuelle Informationen zu verfolgen, um fundierte operative Entscheidungen treffen zu können.
Quellen
flows.be — MSC erhält über TiL ein eigenes Terminal in Dünkirchen
WorldCargo News — TiL wurde für den Betrieb des zweiten Containerterminals in Dünkirchen ausgewählt
Bild: TOP-Archiv, zur Veranschaulichung.
