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Post by Jul 20, 2026 9:19:12 AM · 3 min read

Binnenhäfen halten wegen Niedrigwasser eine Krisensitzung ab

Die Binnenhäfen nehmen ab sofort Gespräche untereinander über die anhaltende Dürre und die niedrigen Wasserstände auf. Der Niederländische Verband der Binnenhäfen (NVB) möchte rasch ermitteln, mit welchen Problemen die Häfen zu kämpfen haben.

Unter anderem sind Port of Zwolle, Port of Twente und Blue Ports Limburg zu den Beratungen eingeladen. Der NVB möchte seine Mitglieder über die landesweiten Gespräche rund um Dürre und Niedrigwasser informieren und gleichzeitig Rückmeldungen aus der Praxis einholen.

Binnenhäfen wollen Probleme zügig erfassen

Der Niederländische Verband der Binnenhäfen beruft die Besprechung ein, da die Folgen der Dürre für den Logistiksektor immer deutlicher werden. Binnenhäfen bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen Seehäfen, Binnenschifffahrt, Industriegebieten, Terminals und dem Hinterland.

Der Verband möchte erfahren, welche Engpässe bei seinen Mitgliedern auftreten. Dazu gehören beispielsweise eingeschränkter Tiefgang, geringere Ladungsmengen pro Schiff, angepasste Fahrpläne, Wartezeiten an Schleusen und zusätzlicher Druck auf die Planung. Diese Rückmeldungen möchte der NVB in die landesweite Dürre-Konzertierungsrunde des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft einbringen.

Für Verlader und Logistikdienstleister ist dies von großer Bedeutung. Wenn Binnenhäfen schlechter erreichbar sind oder Schiffe weniger Ladung transportieren können, wirkt sich dies auf die gesamte Lieferkette aus. Weitere Informationen zu kombinierten Transportlösungen finden Sie auf der Seite Multimodaler Transport.

Wasserknappheit betrifft den Logistiksektor

Seit Donnerstag, dem 16. Juli, herrscht in den Niederlanden faktisch Wasserknappheit. Durch die anhaltende Dürre gelangt weniger Wasser über Regen und Flüsse ins Land, während die Nachfrage nach Wasser hoch bleibt. Rijkswaterstaat meldet, dass die Abflussmengen der Flüsse auf einem historischen Tiefstand sind. :contentReference[oaicite:1]{index=1}

Das bedeutet, dass Rijkswaterstaat, die Wasserverbände, die Provinzen und andere Akteure Maßnahmen ergreifen, um das verfügbare Wasser so gut wie möglich zu verteilen. Dabei werden die Bereiche Hochwasserschutz, Trinkwasser, Landwirtschaft, Natur, Industrie und Schifffahrt berücksichtigt.

Der NVB fordert, dass bei solchen Maßnahmen auch die Logistik und die Binnenhäfen berücksichtigt werden. Denn selteneres Schützen der Schleusen, eingeschränkter Tiefgang oder Wartezeiten können direkte Auswirkungen auf den Zu- und Abtransport von Gütern haben.

Binnenhäfen spüren die Folgen des Niedrigwassers

Aufgrund niedrigerer Wasserstände können Binnenschiffe weniger Ladung befördern. Das bedeutet, dass für dieselbe Warenmenge mehr Fahrten erforderlich sind. Bei anhaltendem Niedrigwasser kann dies zu höheren Kosten, einer komplexeren Planung und einer stärkeren Belastung der verfügbaren Schiffe führen.

Auch Schleusen spielen eine wichtige Rolle. Wenn weniger häufig geschleust wird, um Wasser zurückzuhalten, kann es zu Wartezeiten kommen. Für Binnenhäfen und Terminals kann dies Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit der An- und Abfuhr haben, insbesondere wenn Güter just-in-time geliefert werden müssen.

Für Containerströme, Massengüter, Baumaterialien und Industriegüter kann Niedrigwasser daher schnell operative Auswirkungen haben. Die Binnenschifffahrt bleibt für große Volumina effizient, ist jedoch stark von ausreichender Wassertiefe und gut funktionierenden Wasserstraßen abhängig.

Port of Zwolle, Port of Twente und Limburg am Tisch

Zu den genannten Binnenhäfen gehören der Port of Zwolle, der Port of Twente und Blue Ports Limburg. Diese Häfen spielen jeweils eine Rolle in der regionalen Logistik und bei den Hinterlandanbindungen. Sie verbinden Unternehmen mit der Binnenschifffahrt, dem Straßentransport und in einigen Fällen auch mit der Schiene.

Gerade regionale Häfen spüren Niedrigwasser schnell. Wenn eine Wasserstraße weniger gut befahrbar ist, entstehen Einschränkungen hinsichtlich der Ladekapazität, der Erreichbarkeit oder der Planung. Das betrifft nicht nur den Hafen selbst, sondern auch Unternehmen, die auf Rohstoffe, Halbfertigprodukte oder Endprodukte angewiesen sind, die auf dem Wasserweg angeliefert werden.

Der NVB möchte diese Signale bündeln. Damit kann der Verband dem Ministerium verdeutlichen, welche Maßnahmen in der Praxis funktionieren und wo Binnenhäfen besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Weniger Schleusungen können die Planung stören

Eine der Folgen von Wasserknappheit kann sein, dass Schleusen seltener geschleust werden. Dadurch wird zwar Wasser gespart, für die Binnenschifffahrt kann dies jedoch zu längeren Wartezeiten führen. Schiffe können dann weniger vorhersehbar fahren, und die Ankunftszeiten verschieben sich.

Für Terminals bedeutet dies, dass die Be- und Entladezeiten angepasst werden müssen. Für Verlader kann dies zu Lieferverzögerungen oder zusätzlichen Kosten führen, wenn alternative Verkehrsträger eingesetzt werden müssen. Auch die Verfügbarkeit von Containern kann unter Druck geraten, wenn die Fahrten länger dauern.

Deshalb fordert der NVB, dass die Lage der Binnenhäfen bei landesweiten Maßnahmen berücksichtigt wird. Die logistischen Auswirkungen der Trockenheit sind nicht immer unmittelbar sichtbar, können aber schnell zunehmen, wenn die Wasserstände weiter sinken.

Niedrigwasser erfordert Alternativen

Wenn die Binnenschifffahrt weniger Fracht pro Schiff befördern kann, müssen Unternehmen nach Alternativen suchen. Das kann bedeuten, dass zusätzliche Schiffe eingesetzt werden, dass die Fracht anders verteilt wird oder dass vorübergehend verstärkt auf den Straßen- oder Schienenverkehr zurückgegriffen wird.

Diese Entscheidungen sind nicht einfach. Große Mengen lassen sich meist nicht ohne Weiteres auf Lkw umladen. Auch Schienenkapazitäten sind nicht immer sofort verfügbar. Deshalb ist eine frühzeitige Planung wichtig, insbesondere für Unternehmen mit festen Lieferterminen, Bauprojekten, Produktionslinien oder saisonalen Güterströmen.

TOP unterstützt Kunden bei der Bewertung von Transportoptionen, wenn sich die Umstände ändern. Lesen Sie auch mehr über Straßentransport, Seefracht und Containerabfertigung.

Binnenhäfen behalten den Überblick

Der NVB erklärt, er wolle die Lage genau im Auge behalten. Durch die sofortige Einberufung der Binnenhafen-Konferenz will der Verband verhindern, dass Engpässe erst dann sichtbar werden, wenn die Situation bereits akut ist.

Das ist wichtig, da sich Dürre und Niedrigwasser oft schleichend verschlimmern. Was heute noch beherrschbar ist, kann in einigen Wochen zu ernsthaften Einschränkungen bei der Schiffbarkeit, der Terminalplanung und den Transportkosten führen.

Für die Logistikbranche ist es daher weiterhin wichtig, Wasserstände, Schleusenmaßnahmen und Terminalkapazitäten genau zu beobachten. Binnenhäfen sind ein wichtiges Bindeglied in der niederländischen Hinterlandlogistik und spielen eine große Rolle für die Erreichbarkeit von Unternehmen außerhalb der Seehäfen.

Wusstest du, dass…

…Binnenhäfen eine wichtige Rolle bei den Hinterlandverbindungen der niederländischen Seehäfen spielen? Sie tragen dazu bei, die Güterströme über Binnenschifffahrt, Straßentransport und manchmal auch die Schiene zu verteilen.

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