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Post by Aug 17, 2026, 9:35:46 AM · 3 min read

Maersk nimmt den Direktdienst von Antwerpen nach Ashdod wieder auf

Maersk bietet ab dem nächsten Monat wieder eine Direktverbindung von Antwerpen zum israelischen Hafen Ashdod an. Die dänische Reederei nimmt damit eine Direktverbindung wieder auf, die Anfang dieses Jahres vorübergehend eingestellt worden war. Die Transitzeit beträgt zehn Tage.

Für Verlader mit Fracht nach Israel ist dies eine gute Nachricht. Eine Direktverbindung bedeutet eine kürzere und zuverlässigere Durchlaufzeit ohne zusätzlichen Umschlag unterwegs. Auch für die Position Antwerpens als Abfahrtshafen in Richtung des östlichen Mittelmeerraums ist die Wiederaufnahme dieser Verbindung eine Stärkung.

Direktverbindung startet Anfang September ab Antwerpen

Das erste Schiff, das im Scheldehafen Container für Ashdod an Bord nimmt, ist die „Maersk Izmir“ mit einer Kapazität von 3.450 TEU. Dieses Schiff wird am 6. September am Nordsee-Terminal von PSA in Antwerpen erwartet. Die Abfahrt ist für den 7. September geplant, die Ankunft in Ashdod folgt am 17. September.

Mit einer Transitzeit von zehn Tagen positioniert Maersk diesen Direktdienst als schnelle und verlässliche Option für Fracht zwischen Nordeuropa und Israel. Für Exporteure, die mit engen Lieferterminen oder verderblichen und zeitkritischen Gütern arbeiten, kann dies einen entscheidenden Unterschied ausmachen.

Wer den Transport von Fracht in den östlichen Mittelmeerraum plant, sollte rechtzeitig Laderaum und Tarife sichern. Weitere Informationen zu aktuellen Marktentwicklungen finden Sie auf der Seite „Seefrachtraten“.

Der SLB North Sea Service verbindet Nordeuropa mit dem östlichen Mittelmeerraum

Die „Maersk Izmir“ verkehrt zusammen mit vier weiteren Schiffen mit einer Kapazität von 3.003 bis 3.596 TEU im SLB North Sea Service. Diese Liniendienstroute läuft in Nordeuropa nacheinander Tilbury, Rotterdam, Bremerhaven und Antwerpen an, um Fracht für Ziele in Israel und Ägypten zu laden.

Ashdod wird im Rahmen der neuen Rotation der erste Entladehafen im östlichen Mittelmeerraum sein. Danach fahren die Schiffe weiter zu den ägyptischen Häfen Alexandria, Damietta und Port Said, um anschließend nach Tilbury zurückzukehren.

Für niederländische und belgische Verlader ist die Kombination von Rotterdam und Antwerpen in derselben Rotation interessant. Sie bietet Flexibilität bei der Wahl des Abfahrtshafens und trägt zur Risikostreuung bei, falls einer der beiden Häfen mit Überlastung zu kämpfen hat. Lesen Sie auch mehr über Seefracht.

Vorübergehende Umleitung über Haifa läuft aus

Der SLB North Sea Service lief bereits in der Vergangenheit Ashdod an. Im Februar dieses Jahres beschloss Maersk jedoch, Ashdod vorübergehend durch Haifa zu ersetzen. Diese vorübergehende Regelung läuft somit im nächsten Monat aus.

Dass Reedereien Häfen vorübergehend aus dem Rotationsplan nehmen oder ersetzen, ist in den letzten Jahren häufiger vorgekommen. Geopolitische Spannungen, Sicherheitserwägungen und betriebliche Störungen zwingen die Reedereien dazu, ihre Netzwerke ständig anzupassen. Die Rückkehr von Ashdod in die feste Rotation deutet darauf hin, dass Maersk wieder ausreichend Vertrauen in eine stabile Abfertigung hat.

Für Verlader unterstreicht dies, wie wichtig es ist, Routenänderungen genau zu verfolgen. Ein geänderter Entladehafen kann Auswirkungen auf die Durchlaufzeit, den Vorlauf im Bestimmungsland und die gesamten Transportkosten haben.

Auch ONE und Hapag-Lloyd profitieren von der Routenänderung

Die Routenänderung betrifft nicht nur Maersk selbst. Auch Ocean Network Express (ONE) und Hapag-Lloyd kaufen Kapazitäten auf dem SLB North Sea Service ein und vermarkten diese Verbindung unter ihren eigenen Markennamen LEX bzw. EME.

Für den Markt bedeutet dies, dass der wieder aufgenommene Direktdienst nach Ashdod über mehrere Reedereien gebucht werden kann. Verlader können dadurch Tarife und Konditionen verschiedener Anbieter vergleichen, während die Ladung tatsächlich mit denselben Schiffen befördert wird.

Gerade bei solchen gemeinsamen Diensten lohnt es sich, Angebote sorgfältig miteinander zu vergleichen. Achten Sie dabei nicht nur auf den Grundtarif, sondern auch auf Zuschläge, Gültigkeitsdauer und die Bedingungen der einzelnen Reedereien. Möchten Sie mehr erfahren? Besuchen Sie die Seite Tarif anfragen.

MSC und ZIM als wichtigste Wettbewerber auf der Route

Maersk sieht sich auf der Strecke zwischen Antwerpen und Ashdod starker Konkurrenz durch MSC und ZIM ausgesetzt. Dieses Duo unterhält einen gemeinsamen Dienst mit fünf Schiffen von 6.078 bis 9.403 TEU.

Die Route von MSC und ZIM umfasst London Gateway, Rotterdam, Hamburg, Antwerpen und Le Havre in Nordeuropa, gefolgt von Ashdod, Haifa und Damietta im östlichen Mittelmeerraum. Mit deutlich größeren Schiffen bieten sie pro Abfahrt mehr Kapazität als der SLB North Sea Service von Maersk.

Für Verlader ist dieser Wettbewerb von Vorteil. Mehrere Anbieter auf derselben Route bedeuten in der Regel günstigere Tarife, mehr Abfahrtsmöglichkeiten und eine bessere Verhandlungsposition. Wer regelmäßig nach Israel oder Ägypten verschifft, kann die Dienste hinsichtlich Frequenz, Transitzeit und Zuverlässigkeit vergleichen.

Was bedeutet der Direktdienst für Importeure und Exporteure?

Der wieder aufgenommene Direktdienst nach Ashdod macht die Verbindung zwischen den Benelux-Ländern und Israel schneller und einfacher. Ohne Umschlag in einem Zwischenhafen sinkt nicht nur die Transitzeit, sondern auch das Risiko von Verzögerungen und Schäden. Das ist vor allem für Unternehmen relevant, die mit festen Lieferterminen oder saisonalen Gütern arbeiten.

Gleichzeitig bleibt eine gute Vorbereitung unerlässlich. Dazu gehören die rechtzeitige Buchung von Laderaum, die Überprüfung der Cut-off-Zeiten am Terminal und klare Vereinbarungen über die Lieferbedingungen. Auch die Dokumentation für den Versand nach Israel und Ägypten verdient besondere Aufmerksamkeit. Erfahren Sie mehr über Incoterms, Import und Containerabfertigung.

TOP verfolgt die Entwicklungen rund um Maersk, Fahrpläne und Seefrachtraten aufmerksam. Zudem digitalisiert sich die Logistikbranche rasant: von Online-Buchungsplattformen bis hin zur KI-gesteuerten Planung. Unternehmen, die ihre digitale Sichtbarkeit und Online-Auffindbarkeit selbst stärken möchten, können sich an Spezialisten wie HEF Digital wenden, einem Experten für KI, SEO und Webentwicklung.

Wussten Sie schon, dass…

…ein Direktdienst ohne Umschlag in einem Zwischenhafen nicht nur Tage an Transitzeit spart, sondern auch das Risiko von Verspätungen, Schäden und zusätzlichen Kosten erheblich verringert? Deshalb entscheiden sich Verlader mit zeitkritischer Fracht fast immer für eine Direktverbindung, sofern diese verfügbar ist.

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