Nederlandse ondernemers voelen gevolgen van Iran-oorlog
Post by Jul 21, 2026 10:24:28 AM · 3 min read

Niederländische Unternehmer sind vom Iran-Krieg betroffen

Niederländische Unternehmer spüren die Auswirkungen des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran im Nahen Osten. Vor allem höhere Kraftstoff- und Energiepreise setzen die Unternehmen unter Druck.

Das geht aus einer Umfrage der Handelskammer unter 530 Unternehmern hervor. Vor allem größere mittelständische und kleine Unternehmen sind von den Auswirkungen des Konflikts betroffen. Neben steigenden Energiepreisen nennen die Unternehmer auch höhere Einkaufspreise, steigende Transportkosten, Liquiditätsprobleme und Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Einnahmen.

Niederländische Unternehmer von höheren Kosten betroffen

Laut der Handelskammer geben 44 Prozent der befragten Unternehmer an, unter stark gestiegenen Kraftstoff- und Energiepreisen zu leiden. Damit stellen diese Kosten die größte Sorge für Unternehmen dar, die vom Krieg im Nahen Osten betroffen sind.

Für Unternehmen mit internationalen Warenströmen können sich solche Preissteigerungen schnell auf den täglichen Betrieb auswirken. Höhere Kraftstoffkosten wirken sich auf Seefracht, Luftfracht, Straßentransport und Vertrieb aus. Auch die Einkaufspreise können steigen, wenn Lieferanten zusätzliche Kosten weiterberechnen oder wenn Rohstoffe und Transportkapazitäten teurer werden.

Für niederländische Unternehmer ist es daher wichtig, nicht nur den direkten Einkaufspreis zu betrachten, sondern auch Zuschläge, Lieferzeiten, Transportbedingungen und Zahlungsvereinbarungen. Weitere Informationen zu den aktuellen Transportkosten finden Sie auf den Seiten zu Dieselzuschlag, Seefracht und Luftfracht.

Transportkosten steigen aufgrund von Unsicherheiten

Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran wirkt sich nicht nur auf die Energiepreise aus. Auch die Transportkosten steigen, wenn die Märkte höhere Risiken, längere Routen, teureren Treibstoff und mögliche Störungen auf wichtigen Handelskorridoren einkalkulieren.

Unternehmer, die Waren importieren oder exportieren, können daher mit sich ändernden Angeboten, einer kürzeren Gültigkeitsdauer von Tarifen und zusätzlichen Zuschlägen konfrontiert werden. Das erschwert die Budgetplanung. Insbesondere wenn Kunden feste Verkaufspreise erwarten, ist es schwierig, plötzliche Kostensteigerungen vollständig weiterzugeben.

Auch die Lieferzeiten können unsicherer werden. Wenn Reedereien Routen anpassen, Kapazitäten verlagern oder in Risikogebieten vorsichtiger fahren, kann dies Auswirkungen auf die Planung und die Lagerverwaltung haben. Für Unternehmer mit saisonalen Produkten, Projektlieferungen oder engen Produktionsplänen kann diese Unsicherheit schwer wiegen.

Cashflow unter Druck bei niederländischen Unternehmern

Ein Teil der Unternehmer berichtet zudem von Liquiditätsproblemen. Das ist logisch, wenn die Kosten schneller steigen als die Einnahmen. Unternehmen müssen oft zuerst Lieferanten, Spediteure, Einfuhrzölle, Mehrwertsteuer und andere Kosten begleichen, während Kunden erst später zahlen.

Für importierende Unternehmen kann dies besonders belastend sein. Sie sehen sich mit höheren Einkaufspreisen, teureren Logistikkosten und möglicherweise einer längeren Vorfinanzierung des Lagerbestands konfrontiert. Wenn der Transport länger dauert oder Container Verspätung haben, ist Kapital länger in Waren gebunden, die noch nicht verkauft werden können.

Gute Vereinbarungen über Incoterms, Zahlungsbedingungen und Transportplanung gewinnen daher an Bedeutung. Klare Lieferbedingungen helfen Unternehmern dabei, besser einzuschätzen, wo Risiken, Kosten und Verantwortlichkeiten liegen. Lesen Sie auch mehr über Incoterms, Import und Export.

Viele Unternehmen ergreifen noch keine Maßnahmen

Auffällig ist, dass laut der KVK mehr als die Hälfte der Unternehmer aufgrund des Konflikts noch keine Maßnahmen ergriffen hat. Das kann bedeuten, dass Unternehmen die Situation abwarten, aber auch, dass sie nicht genau wissen, welche Schritte sie unternehmen können.

Ein Fünftel der KMU gibt an, gut auf künftige Störungen des internationalen Handels vorbereitet zu sein. Gleichzeitig gibt ein Zehntel an, überhaupt keine Vorbereitungen getroffen zu haben. Dieser Unterschied zeigt, dass die Widerstandsfähigkeit innerhalb der Wirtschaft stark variiert.

Für niederländische Unternehmer kann die Vorbereitung aus mehreren Maßnahmen bestehen. Dazu gehören alternative Lieferanten, großzügigere Lieferfristen, zusätzliche Lagerbestände für kritische Produkte, feste Vereinbarungen mit Logistikpartnern, Szenarien für höhere Transportkosten und eine bessere Beobachtung internationaler Entwicklungen.

Größere KMU sind am stärksten betroffen

Insbesondere größere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind laut der Umfrage stark betroffen. Diese Unternehmen haben oft einen höheren Anteil an internationalem Einkauf, größere Transportvolumina und komplexere Lieferketten als kleinere Unternehmen. Dadurch sind sie anfälliger für Störungen in den Bereichen Energie, Logistik und Rohstoffe.

Gleichzeitig verfügen größere KMU oft über weniger Verhandlungsmacht als multinationale Konzerne. Sie können steigende Kosten nicht immer direkt weitergeben, haben es aber mit professionellen Kunden, festen Verträgen und knappen Margen zu tun.

Deshalb ist logistische Transparenz so wichtig. Wer frühzeitig Einblick in Tarife, Zuschläge und mögliche Verzögerungen hat, kann schneller gegensteuern. TOP unterstützt Kunden bei der internationalen Logistik, der Zollabfertigung und der Routenwahl. Lesen Sie auch mehr über Tarifanfragen und Zoll.

Vorausschauendes Handeln wird wichtiger

Die Umfrage zeigt, dass sich internationale Konflikte schnell auf niederländische Unternehmen auswirken. Selbst Unternehmer, die nicht direkt mit dem Iran oder den Vereinigten Staaten Geschäfte machen, können von höheren Energiepreisen, teureren Transporten und Unsicherheiten bei Lieferanten betroffen sein.

Für Unternehmer kommt es daher zunehmend darauf an, vorausschauend zu handeln. Nicht jedes Risiko lässt sich vermeiden, aber Unternehmen können für bessere Informationen, klare Vereinbarungen und mehr Flexibilität in ihrer Lieferkette sorgen.

TOP verfolgt die Entwicklungen rund um geopolitische Spannungen, Transportkosten und internationale Handelswege genau. Für Kunden bleibt es wichtig, rechtzeitig zu reagieren, wenn sich Märkte verändern und Kosten schwanken.

Wusstest du, dass…

…sich Kraftstoff- und Energiekosten oft als Erstes auf die Logistikpreise auswirken? Danach können auch Einkaufspreise, Vorfinanzierung, Lagerkosten und Lieferzeiten unter Druck geraten.

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