Ab Samstag kein Schiffsverkehr auf dem Twente-Kanal
Ab Samstag kein Schiffsverkehr mehr auf dem Twente-Kanal: Die Schleusen beim Dorf Eefde in der Provinz Gelderland bleiben ab diesem Zeitpunkt für den Schiffsverkehr geschlossen. Die niederländische Regierung traf diese Entscheidung, um irreparable Schäden an Hochwasserschutzanlagen, Boden und Natur durch die anhaltende Trockenheit zu verhindern.
Die Schleusen bei Eefde werden am Samstag, dem 25. Juli, um 12.00 Uhr auf unbestimmte Zeit geschlossen. Neben dieser Maßnahme für die Schifffahrt gilt auch ein sogenanntes Entnahmeverbot: Landwirte dürfen vorübergehend kein Wasser mehr aus dem Kanal zur Bewässerung ihrer Felder entnehmen.
Wasserstand im Twente-Kanal droht unter kritische Grenze zu sinken
Auf dem Kanalabschnitt zwischen Almelo und De Haandrik muss der Wasserstand mindestens 9,10 Meter über NAP bleiben. Sinkt der Wasserstand unter diese Grenze, besteht die Gefahr, dass sich der Damm absenkt. Da dieser Wert zu unterschreiten droht, wird inzwischen das gesamte verfügbare Wasser eingesetzt, um den Wasserstand aufrechtzuerhalten.
In den vergangenen Tagen wurde bereits versucht, den Wasserstand mit Pumpen und anderen Maßnahmen auf dem gewünschten Niveau zu halten. Dies erwies sich als unzureichend, weshalb nun beschlossen wurde, die Schleusen bei Eefde für den Schiffsverkehr vollständig zu schließen. Die Maßnahmen bleiben in Kraft, bis der Wasserstand bei Eefde wieder auf dem erforderlichen Niveau ist; wie lange dies dauern wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
Auch Entnahmeverbote rund um Nimwegen und Groesbeek
Nicht nur in Twente, auch im Süden von Gelderland macht sich die Trockenheit bemerkbar. Rund um Nijmegen verhängt die Wasserbehörde Rivierenland ab Samstag drei Entnahmeverbote für die Pegelgebiete Ooijpolder und Groesbeek. Auch im Naturschutzgebiet De Bruuk bei Groesbeek gilt ein solches Verbot, da der Grundwasserspiegel dort auf einen historischen Tiefstand gesunken ist.
Diese Verbote gelten für alle Nutzer: Landwirte, Sportvereine und Privatpersonen dürfen in den ausgewiesenen Gebieten kein Wasser mehr entnehmen.
Wichtiger Kanal für Schiffer, Umfahren kaum möglich
Dass auf dem Twente-Kanal vorübergehend keine Schifffahrt möglich ist, ist eine ärgerliche Nachricht für Binnenschiffer, sagt eine Sprecherin des Branchenverbands „Koninklijke Binnenvaart Nederland“ (KBN). Ihrer Meinung nach handelt es sich um einen recht wichtigen Kanal, während Ausweichrouten kaum zur Verfügung stehen. Eine Umfahrung kostet zudem viel zusätzliche Zeit.
Außerdem ist noch nicht bekannt, wie lange die Sperrung andauern wird. Laut KBN bereiten sich die Schiffer jedoch gut auf Niedrigwasser und die damit verbundenen Risiken vor, beispielsweise durch angepasste Beladungen und längere Fahrzeiten.
…der Twente-Kanal eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Twente und dem Rest der Niederlande für den Gütertransport auf dem Wasserweg ist? Eine längere Sperrung betrifft daher nicht nur die Schiffer, sondern auch die Verlader, die auf diese Route angewiesen sind.
Was bedeutet das für Verlader und die Logistikplanung?
Für Unternehmen, die auf die Binnenschifffahrt angewiesen sind, ist es wichtig, die Entwicklungen rund um den Twente-Kanal genau im Auge zu behalten. Eine unbefristete Sperrung kann Auswirkungen auf Lieferzeiten, die Planung und die Wahl alternativer Transportwege haben, insbesondere solange keine geeignete Umfahrungsroute zur Verfügung steht.
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